
Unser Islandurlaub – Teil 6: Der lange Weg in Islands Osten
Was bisher geschah:
Unser Islandurlaub – Teil 1: Anreise und erste Abenteuer
Unser Islandurlaub – Teil 2: Wanderung ins Reykjadalur und Erkundung eines Lavatunnels
Unser Islandurlaub – Teil 3: Unterwegs auf dem Golden Circle
Unser Islandurlaub – Teil 4: Unter Regenwolken zu Islands imposanten Wasserfällen
Unser Islandurlaub – Teil 5: Wandern auf einem Gletscher und im Skaftafell-Nationalpark
Hallo ihr lieben plüschigen und unplüschigen Leserinnen und Leser,
heute wollten wir die Unterkunft wechseln und hatten hierfür die längste Fahrt unserer Rundreise vor uns. Deshalb war der Start in den Tag auch nicht ganz so entspannt, es wurde gefrühstückt, gepackt und dann das Auto beladen.
Nach einem letzten prüfenden Kontrollblick ging es los. Einen Teil der Strecke kannten wir schon, den sind wir gestern auf dem Weg nach Skaftafell schon gefahren. Kurz danach haben wir dann erstmal unser Auto getankt, da wir nicht sicher waren, wann wir wohl die nächste Tankstelle finden würden.
Das war auch noch kein Problem, ein größeres Problem kam allerdings auf, als der Steffen auf die Idee kam, sein Handy im Auto ans Ladekabel zu stecken. Da zeigte sich, dass das Smartphone von der Mama Moni wohl nicht, wie zunächst von uns vermutet, zu viel Wasser abbekommen hat, sondern dass entweder der Zigarettenanzünder oder der Adapter oder das Kabel kaputt ist.
Jedenfalls zeigte Steffens Handy dann denselben Fehler wie das von der Mama Moni. Damit war unsere letzte Navigationsmöglichkeit verschwunden. Zum Glück hat Island ja aber die Ringstraße und dann „nur noch einige Nebenwege“, so dass sie hofften, sie schaffen es auch so bis zu ihrer nächsten Unterkunft.

Erstmal stand jedoch ein Zwischenstopp an der Gletscherlagune Jökulsárlón an.

Das war ganz schön beeindruckend, wie da die Eisbrocken, die von der Gletscherzunge des Breiðamerkurjökull abgebrochen sind, darin herumschwammen.

Noch cooler war es allerdings am nahegelegenen Strand Eystri-Fellsfjara, besser bekannt als Diamond Beach. Denn die Eisbrocken aus der Lagune treiben irgendwann aufs Meer hinaus, wo sie dann teilweise von den Wellen wieder an den Strand gespült werden, natürlich schon teilweise zerbrochen und geschmolzen.

Und dann liegen da im Sand und der Wasserlinie ganz viele größere und kleinere Eisbrocken, die in der Sonne glitzern. Das sah superschön aus.

Bella wollte auch einen Eiskristall für Paffina einpacken, weil die ja alles Glitzerige und Glänzige liebt und der ihr bestimmt gefallen hätte. Allerdings wäre der uns bis wir wieder nach Hause reisen bestimmt irgendwann geschmolzen, deshalb haben wir Bella gemeinschaftlich überzeugt, dass sie den Eiskristall dort lässt.

Danach hatten wir noch eine sehr lange Fahrt durch die Ostfjorde vor uns, die umso unentspannter war, weil wir aufgrund fehlender Navigationsmöglichkeiten beständig nach Schildern Ausschau halten mussten.

Natürlich haben wir immer mal wieder kleine Stopps gemacht, um etwas zu essen oder um uns ein bisschen umzugucken.

Noch mehr schöne Landschaft zum Gucken.

Aber auch wenn die Landschaft schön zum Gucken war, die Fahrtstrecke zog sich doch ziemlich, da machte sich dann doch bemerkbar, dass mensch auf der Ringstraße maximal 90 km/h fahren darf und selbst das ging nicht überall…

Aufregend wurde es nochmal, als der Ort Egilsstaðir, wo wir hinmussten, an einer Weggabelung gleich zweimal ausgeschildert war, einmal mit einer Kilometerangabe von etwas mehr als 60 Kilometern und einmal mit etwas mehr als 130 km. Wir haben uns für die kürzere Strecke entschieden, die uns über eine kurvige und steile Schotterpiste führte.

Nachdem wir ein Stück gefahren waren, haben wir dann nochmal gestoppt, um den Folaldafoss zu bestaunen.

Da konnte drache auch noch etwas näher ran, deshalb haben wir unsere Mama Moni überzeugt, mit uns von dem erhöht liegenden „Parkplatz“, über steinige Pfade, die wir uns teilweise erst noch suchen mussten, dort runterzusteigen.

Steffen flog derweil mit seiner Drohne und wie ihr seht, uns hatte er auch im Blick!

Es ist eindeutig so, dass die Strecke landschaftlich wirklich reizvoll war, zum Fahren, vor allem wenn man schon eine Weile unterwegs ist und einfach nur noch ankommen möchte, allerdings nur begrenzt spaßig. Die weißen Flecken, die ihr hier vereinzelt noch seht, sind tatsächlich noch Schneereste!
Zum Glück sind wir irgendwann aber wieder heil wieder auf einer befestigten Straße angekommen, alles andere wäre ohne funktionierendes Handy auch wirklich blöd gewesen. Dann stellte sich nur noch die Frage, wie kommen die Menschen in ihre Ferienwohnung rein? Die Info hätten sie online über das Buchungsportal abrufen müssen.
Steffens Tablet, das einzige noch verfügbare internetfähige Gerät, kann aber nicht über mobile Daten ins Internet… Glücklicherweise gab es nahe des Ortes wo die Menschen hinmussten einen Flughafen mit einem offenen W-Lan, wo nochmal die Wegdetails für die letzten Kilometer geprüft und die Nachricht der Unterkunft gecheckt werden konnte. Und dann ging es zur Unterkunft, wo die Menschen dann auch tatsächlich reinkamen und sich dann auch erstmal Essen gemacht haben.
Es war allerdings nicht der beste Abend für die Menschen, der Steffen klagte über Kopfschmerzen und der Mama Moni machte die ganze Situation, dass sie jetzt hier mehr oder weniger orientierungslos gestrandet sind, ziemlich zu schaffen.
Deshalb war klar, den Steffen sollten wir am nächsten Tag nicht so sehr in der Gegend rumscheuchen. Und bei unserer Mama Moni mussten wir hoffen, dass sie am nächsten Tag auch ihre Abenteuerlust wieder für sich entdeckt und wir dann doch vielleicht noch ein bisschen was anstellen.
Worauf es im Endeffekt rausgelaufen ist, berichten wir euch hier in einem weiteren Beitrag.
Bis dahin plüschige Grüße von
eurer Luna
4 Comments
Angela
Ssseid gegrüßßßt, liebe Drachis,
euch, liebe Reisedrachis, ein herzliches Danke-Schön für eure Schilderung der nächsten Etappe. Wirklich sssehr beeindruckend, die Gletscherlagune. Ob wir die allerdingsss unter Sommerurlaub verbucht hätten…
Alsss wir die Bezeichnung ‚Diamond Beach‘ gelesen haben, dachten wir gleich, dass dort eigentlich Paffina in ihrem Element sssein müsste, und wir fanden esss sehr anrührend, dass Bella ihr sssooo gerne einen Riesendiamanten mitgebracht hätte. Immerhin gibt esss ja trotz kaputter Smartphones – vielleicht war da die Kamera im Einsatz? – ein wirklich schönes Bild davon, und Paffina bekommt beim Ansssehen keine nassen und kalten Pfötlein.
Wenn die Technik nicht mitspielt, wird alles gleich kompliziert. Wir sssind gespannt, wie eure Moni und Steffen die täglichen Hürden mit Orientierung und Buchungen/Einchecken bewältigt haben.
Außßßerdem: wie war dasss mit weiteren Drachensichtungen?
Viele liebe Grüßßße von euren Bookaholics Alphabetty, Frosty, Jonathan und Ali
Luna
Hallo ihr lieben Bookaholics,
es freut uns sehr, dass ihr unsere Reiseberichte so aufmerksam lest <3 Der ganze Islandurlaub war wohl nicht so der klassische Sommerurlaub, von daher passte da auch die Gletscherlagune, die aber sicherlich auch zu anderen Jahreszeiten einen beeindruckenden Anblick geboten hätte!
Jaaa, Paffina hätte es am Diamond Beach sicher sehr gut gefallen, aber es können halt leider nicht alle Drachen in den Urlaub mitkommen... Und ein glitzernder Eisdiamant als Mitbringsel klappte leider auch nicht...
Natürlich war hier die Kamera im Einsatz, so wie bei allen Bildern ab diesem Beitrag. Schließlich war auf der Fahrt dann auch das zweite Handy kaputtgegangen und so musste für alle Fotos auf die Drohne oder den Fotoapparat zurückgegriffen werden...
Glücklicherweise waren ja schon alle Buchungen getätigt und das Einchecken klappte auch, aber für die Nerven unserer Mama Moni war die Situation trotzdem nicht so entspannt...
Und was die Drachensichtungen angeht: Habt Geduld! Aber ich denke, ich greife nicht zu viel vorweg, wenn ich euch sage, dass ihr euch diesbezüglich schon auf den nächsten Islandurlaub-Beitrag freuen könnt 😉
Plüschige Grüße,
Luna
Steffen
Huhu Luna,
ich fand auch der Diamond Beach war sicherlich einer der Highlights unseres Urlaubs, zumal da auch dankenswerter Weise die Sonne raus kam und es wirklich schön gefunkelt hat! Das sort auch eine große Menge anderer Menschen war, das sieht man geschickt auf den Fotos nicht 😉
Vergängliche schöne Kristalle, ich kann verstehen, dass Bella gerne den mitgenommen hätte. Aber ja, wir hätten den niemals bis nach Hause bekommen. Durch die unterschiedlichen Auswaschungen bekommen die teilweise echt interessante Formen und sehen teils – für eine gewisse Zeit – aus wie Figuren, ein Boot, … bis wieder ein Stück mehr abgewaschen wurde oder abgebrochen ist.
Das auch mein Handy am Ladegerät den Geist aufgegeben hat, war natürlich sehr unschön. Mama Moni wollte sogar den Urlaub abbrechen, aber viel gutes Zureden hat dann doch geholfen – danke für das Plüschteamwork! Dank Schilder haben wir ja auch noch überall hin gefunden, bzw. ich hatte Recht, dass wir zum Glück beim Flughafen ein offenes WLAN gefunden haben. Sonst hätten wir wirklich nicht gewusst, wo unsere Unterkunft genau ist, bzw. was der Türcode gewesen wäre …
Auch wenn die Landschaft oft schön ist, für mich sind die längeren Autofahrten dann doch nicht so meins gewesen, manchmal ist es einfach fast nur wie eine Steinwüste …
MFG
Steffen
Luna
Lieber Steffen,
schön, dass dir der Diamond Beach gefallen hat. Ja, da hatten wir wirklich Glück, dass genau zum richtigen Zeitpunkt die Sonne rauskam und deshalb alles funkelte und glitzerte. Und ja, natürlich waren da mehr Menschen, als auf den Fotos zu sehen sind, denn zum Glück tummelten die sich nicht im Meer 😉 Und ein paar Menschen hat auch die Mama Moni verschwinden lassen, die kann das inzwischen ja auch ganz gut 😉 Obwohl ich denke, dass die wirklich kniffligen Fälle von Menschen verschwinden lassen immer noch du übernehmen musst 😉
Ich glaube, die Mama Moni hätte das alles noch viel mehr genießen können, wenn nicht eure beiden Handys kapouttgegangen wären… Ich bin aber auch froh, dass wir trotzdem noch überall hingefunden haben und dank des offenen FLughafen W-Lans auch in die Unterkunft reinkamen…
Ja, die langen Autofahrten waren sicher nicht optimal, aber eine wirklich gute Lösung gibt es da auch einfach nicht…
Plüschige Grüße,
Luna