Lumi und Minnie backen „Spinnenbeine“
Hallo ihr lieben plüschigen und unplüschigen Leserinnen und Leser,
heute möchte ich euch beinahe live davon berichten, wie ich mit der Minnie ihr Lieblingsessen „Spinnenbeine“ gebacken habe. Minnie ist, so wie ich übrigens auch, in der Drachenfamilie erstsozialisiert worden und dann im Rahmen einer Weihnachtsadoption zu uns in die Kölner Plüschifamilie gekommen. So, nun aber zurück zu den Spinnenbeinen. Wir haben als erstes alle Zutaten zusammengesucht. Da wir sonntags gebacken haben, hatten wir der Mama T schon am Freitag alle Dinge, die wir nicht zuhause hatten auf den Einkaufszettel geschrieben.

Nachdem wir nun alles zusammen hatten, hat Minnie nochmal genau das Rezept studiert, welches uns die Tante M freundlicherweise abfotografiert und geschickt hat. Mit dem Hinweis, dass die Küche danach ziemlich schmutzig sein wird, haben wir uns dann noch eine Schürze angezogen, damit niemand dreckig wird und nachher in die Waschmaschine muss.

Da ich während meiner Erstsozialisierung bei der Drachenfamilie von Luna gelernt habe, Vanilleeis mit dem Löffel zu essen, habe ich heute eine gute Flügelfertigkeit und konnte nun als nächstes die Butter abwiegen – wir brauchten das ganze Paket, aber sicher ist bekanntlich sicherer!

Danach musste der Puderzucker abgewogen werden. Da er schon ein bisschen klumpig war, hat unsere Mama T, die uns natürlich zur Seite stand, vorgeschlagen, dass wir diesen erstmal sieben sollten. Gesagt getan – nach ein bisschen Übung kann Minnie nun auch einen Löffel benutzen <3. Gut gemacht, Minnie!

Als nächstes kamen zwei Eier in den Teig. Das haben wir die Mama T machen lassen. Ein bisschen Puderzucker am Bein ist nicht so schlimm, aber Ei ist schon ganz blöde im Plüsch. Hat sie aber gut gemacht, glauben wir.

Nun sagte das Rezept, dass wir das ganze schaumig mixen sollten. Gut, dass wir die Küchenmaschine haben. So viel Kraft hätte ich nicht im Flügel gehabt. Minnie war zu diesem Zeitpunkt noch nicht davon überzeugt, dass hier einmal Spinnenbeine entstehen sollten. Das Urteil war: „Zu unbraun“

Das Abstreichen des Rührers haben wir lieber mal aus sicherer Entfernung beobachtet – Minnie hatte zwar Puderzucker im Gesicht, aber zum Glück hat niemand Zucker-Ei-Butter-Masse an den Plüsch bekommen.

Nun kam ENDLICH die braune Farbe an den Teig! Minnie ist vor Aufregung fast aus der Schürze gefallen. Die Mama T hat gesagt, wir sollten lieber wieder sieben, also habe ich das Kakaopulver und das Mehl direkt in das Sieb abgewogen.

Und natürlich musste Minnie ihre neue Fähigkeit direkt noch weiter üben und hat wieder alles gesiebt. Ich bin froh über ihre Hilfe und außerdem macht es zu zweit direkt viel mehr Spaß.

Zurück in der Küchenmaschine wurde nun alles gemischt, bis eine braune weiche Masse entstanden ist. Natürlich immer unter den wachsamen Augen von Spinnenbein-Inspektorin Minnie. Und ja, die Küchenmaschine hat auch Puderzucker an der „Nase“.

Schließlich war der Teig fertig, und Minnie konnte eine Geschmacksprobe nehmen – rohe Eier sind für Spinnen übrigens völlig unbedenklich, bevor sich hier jemand Sorgen machen sollte. Ihr Urteil: „Schmeckt komisch, und nur sehr entfernt wie Spinnenbeine.“

Währenddessen habe ich schon die Reste aufgeräumt und die genaue Backzeit nochmal nachgelesen. Leider mussten wir dann eine kurze Teigruhe im Kühlschrank einschieben, weil der Teig mit der Butter nun einfach zu weich war und die Mama T Angst hatte, dass der Teig nicht gut weiterverarbeitet werden kann.

Da weder die Minnie noch ich mit dem Teig in den Kühlschrank wollten, haben wir danach in der Schublade mit allerlei Küchenmaschinenzubehör schonmal den Fleischwolf gesucht – ob in Spinnenbein jetzt doch Fleisch enthalten ist? Wir sind ratlos und haben die Mama T gefragt, aber sie hat uns beruhigt, dass heute erst der zweite Einsatz des Vorsatzes ist, und das erste Mal auch nur Spinnenbeine gemacht wurden.

Nach einer kurzen Flauschpause kam dann endlich der Teig aus dem Kühlschrank und in den „Spinnenbein“-Presser. Selbstgepresst von der Spinne. Nicht zu sehen auf dem Bild ist das Backblech und die klebrigen Schoko-Keks-Teig-Finger unserer Mama T, No-Human-Policy und so. Lumi möchte nur so viel sagen: Der Teig war überall an der Mama T!

Später als der Teig zu zwei Blechen Spinnenbeinen, zwei „Kack“-Würsten und einem braunen Keksbrot verarbeitet war, lautete Minnies Urteil: „Sieht schon ganz echt aus!“

Nun mussten wir uns nur noch zwölf lange Minuten vor dem Backofen gedulden, bis die Spinnenbeine endlich gebacken waren. Wir haben die Mama T dann beim Einräumen der Spülmaschine angefeuert und ihr mitgeteilt, dass sie mal wieder die Scheibe des Backofens putzen könnte. Sie grummelte darauf hin nur, dass wir bestimmt nochmal backen wollen irgendwann und es uns nicht mit ihr verscherzen sollten.

Zum Glück hat sie uns dann aber trotzdem noch geholfen, die Spinnenbeine aus dem Backofen zu holen, das hat richtig gut geduftet, auch wenn ich gar keine süßen Sachen mag. Die Mama T hat dann noch schnell dieses Foto von uns und unserem Werk schießen können…

…bevor es fröhlich losschmatzte. „Fankeföööhn“ hat sie noch gemurmelt. Bitte kleine Minnie, sehr gerne.

Habt ihr schon Kekse gebacken?
Liebe Grüße und eine schöne Adventszeit
von Minnie und Lumi und der ganzen Kölner Plüschifamilie



4 Comments
Steffen
Huhu Lumi,
vielen dank für deinen mehligen, teigigen und leckeren Bericht :D. Tapfer, wie ihr euch mit T durch die ganze zeigige Prozedur kämpft. Und natürlich super, dass die wahrscheinlich auch sehr lecker geworden sind!
Ich muss zugeben, dass ich noch nicht gebacken habe, sondern da die Expertise und Produktion von Moni und Eldur genieße, welche die Butterplätzchen einfach so gut hinbekommen. Die sind einfach so lecker, da brauche ich fast nichts anderes mehr zum Naschen, außer vielleicht mein selbst gemachtes Vanilleeis :D,
MFG
Steffen
PS: Auf zu noch mehr Küchenabenteuer?
Lumi
Hallo Steffen,
schön, dass dir unser Bericht gefallen hat <3 Ich bin mir auch sehr sicher, dass die Schokospritzeln sehr lecker geworden sind. Ich mag die ja gar nicht, aber Minnie hat die Vorräte schon wieder deutlich reduziert...
Ich kann absolut verstehen, warum du dir lieber Kekse von der Tante Moni und Eldur backen lässt, die Kekse sollen ebenfalls sehr gut sein, habe ich mir sagen lassen. Und bequem ist es auch und es besteht keine Gefahr, dass das Plüsch klebrig wird. Ach, du hast ja gar kein Plüsch. Dann ist das keine Ausrede!
Ich wäre sofort bereit für weitere Küchenabenteuer, aber ich muss da erst die Mama T überreden...
Plüschige Grüße,
Lumi
Angela
Ssseid gegrüßßßt, Lumi und Minnie,
mit Spannung haben wir verfolgt, wie ihr die Spinnenbeine backt. Wir kennen die ja schon lange, aber eigentlich nur alsss fertige Produkte, und da wir alle dem Schokoladigen nicht abgeneigt sind, haben wir die schon mal probiert. Aber ehrlich gesagt, im Vergleich zu Schokolade sssind sssie schon ein wenig staubig im Rachen.
Dasss Ergebnisss kann sssich auf jeden Fall sehen lassen, und wir finden das Bild mit Minnie und dem Spinnenbein vor dem Mäulchen einfach zum Anbeißßßen.
Viele liebe Grüßßße von euren Bookaholics Alphabetty, Frosty, Jonathan und Ali
Lumi
Hallo ihr lieben Bookaholics,
es freut uns sehr, dass euch unser Beitrag gefallen hat. Wir hatten auf jeden Fall sehr viel Spaß beim Backen und auch beim Schreiben des Beitrags. Minnie findet übrigens nicht, dass die „staubig im Rachen“ sind…
Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten! Ich z.B. mag Kekse ja auch gar nicht, sondern nur Lachs-Sahne-Gratin!
Plüschige Grüße,
Lumi