Ein Tag im Leben eines Shopping-Drachenmädchens
Hallo ihr lieben plüschigen und unplüschigen Leserinnen und Leser,
heute war ein besonderer Tag für mich: Nach Wochen des Erinnerns – oder, wie die Tante T es nennt, des Quengelns – hat sie mich endlich auf ihre Freitagseinkaufstour mitgenommen. Mein Päffchen und ich (und Yuki, Soleil, Sirius und Luna) sind nun schon seit einigen Wochen hier im Urlaub, aber bisher war es ihr immer zu warm, sie fuhr nur zum Supermarkt oder sie hatte sonstige Ausreden.

Früh am Morgen habe ich erst einmal mit einem Plan begonnen. Sie wollte zum Baumarkt, ins schwedische Möbelhaus und dann noch in den Supermarkt. Nachdem ich gefragt hatte, was sie kaufen möchte, habe ich die Regale im Internet rausgesucht, wo die benötigten Artikel gelagert sind, natürlich mit dem Hintergedanken, ob ich da nicht irgendwo auch einen Schatz finden könnte. Auch habe ich noch Elektroschrott und alte Batterien eingepackt, die schon lange weggebracht werden mussten.

Als alles bereit war, habe ich mir den Zettel geschnappt und bin in Tante Ts Tasche gehüpft. Das war ganz schön eng, aber nachdem ich fürs Foto posiert hatte, hat mein Kopf auch noch reingepasst.

Und gefühlt ganz schnell waren wir auch schon im Baumarkt angekommen. Das ist jetzt nicht unbedingt mein allerliebster Lieblingsladen, aber ich habe mich trotzdem in den Wagen gesetzt, damit ich besser sehen kann.

Bevor wir in den Verkaufsbereich konnten, habe ich erst die alten und kaputten Sachen in die Elektroschrott-Kiste gelegt. Ich finde es unglaublich, dass da jemand einen Schrubber reingeschmissen hat, wie doof können Menschen sein? Nicht aber meine Tante T, sie hatte eine alte Lampe, einen kaputten Rauchwarnmelder und Batterien dabei.

Erst stand die Arbeit an, dann das Vergnügen: Ich habe Tante T zu den Regalen mit der benötigten LED-Lampe geführt und dort auch schnell das passende Modell gefunden.

Danach waren wir noch in der Gartenabteilung. Hier habe ich zuerst einen Pflanzendino getroffen, der leider nicht wusste, wo hier ein Schatz versteckt sein könnte. Nachdem wir uns umgesehen hatten und die Tante T zum wiederholten Male betont hatte, dass wir keine neue Pflanze brauchen, habe ich am Ausgang noch einen netten Zwerg getroffen.

Er wirkte ungefähr viermal so groß wie ich und lebt schon seit vielen Jahren im Baumarkt. Trotzdem konnte auch er mir nicht sagen, ob sich hier ein Schatz verbirgt. Nachdem wir noch eine halbe Stunde weitergesucht hatten, wollte Tante T dann auch los, also habe ich mich verabschiedet. Ich habe ihm gesagt, dass er einfach bei uns vorbeikommen soll, falls er irgendwann ein neues Zuhause sucht. Die Flora könnte manchmal bestimmt starke Hilfe gebrauchen.

Nach ein paar Kilometern und einer längeren Staufahrt haben wir unser nächstes Ziel erreicht. Weil es schon Mittagszeit war, hat Tante T dort erst einmal gegessen. Davon gibt es leider kein Foto, denn die No-Human-Policy lässt sich um 12.30 Uhr in den Sommerferien im Restaurant nicht durchsetzen. Die vegetarischen Bällchen waren aber sehr lecker, sagt Tante T.

Anschließend sind wir weitergezogen. Auf meinen Wunsch hin haben wir uns auch die Ausstellung angesehen und sind nicht direkt ins Lager gegangen. Dort habe ich viele paffinafarbene Dinge entdeckt, aber Tante T wollte zum Beispiel dieses coole Kissen leider nicht kaufen. Sie meinte, sie hätten das schon in türkis zuhause.

Ein bisschen später waren wir dann in der Küchenabteilung, und während die Tante T dort offenbar noch länger schauen wollte, habe ich es mir im kleinen Haus gemütlich gemacht. Die Schatzsuche ist auch anstrengend. Das Sofa war wirklich cool, auch wenn es etwas hart war. Ich bin gespannt, ob wir so etwas später auch für zuhause bekommen, wenn unsere unplüschige Schwester mal größer wird.

Nun waren wir endlich am ersten Punkt unserer Liste angekommen, die Tante T wollte gerne Vorhänge fürs vierte Zimmer kaufen, damit die Mama M und unsere unplüschige Schwester beim nächsten Besuch auch im Dunkeln schlafen können, ohne dass dafür die Vorhänge aus Wohnzimmer und Küche umgehangen werden müssen. Wir haben uns für rosafarbene Vorhänge entschieden, orange gab es leider nicht. Ich hoffe, dass die beiden beim nächsten Besuch direkt nochmal so gut schlafen.

Kurz vorm Lager habe ich noch diesen Knochen gefunden, ich glaube, das Knabberschwein hätte da echt Spaß dran gehabt. Aber die Tante T hat gesagt, dass die Knabber ein Meerschweinchen und kein Hund ist und deshalb keinen Kuschelknochen braucht. Spaßverderberin!

Am Ende hatte ich trotzdem einiges gesammelt, die Vorhänge, eine Aufbewahrungslösung für Lumis Backformen, eine neue Lasagneform fürs Zähnchen, Palettenmesser, damit die Donauwelle nächstes Mal besser aufs Belch kommt und neue Dosen, damit die Tante T noch mehr essen mit zur Arbeit nehmen kann. Nach dem die Tante T bezahlt hatte waren wir noch im Lebensmittel Shop, wo sie die leckeren Veggie Bällchen vom Mittagessen und Lachs für die Lumi gekauft hat. Deshalb sind wir dann auch ohne weitere Stops direkt nach Hause, damit die Lebensmittel nicht zu sehr auftauen.

Zu Hause angekommen, leider ohne Schatz, wollte ich mich noch einmal mit den drei Tüten ablichten lassen. Tante T und Onkel A sammeln im Urlaub offenbar gern Mehrweg-Einkaufsbeutel, und so kamen wir mit drei Tüten aus drei Ländern und drei Kontinenten (!!) zurück – nur der Gefrierbeutel stammte aus dem Nachbardorf.
Jetzt muss ich mich erstmal noch entspannen – so einen großen Ausflug habe ich schon lange nicht mehr gemacht.
Fahrt ihr gerne einkaufen?
Zufriedene Grüße von eurer
Paffina


