Neues aus Lumis Backstube
Hallo ihr lieben plüschigen und unplüschigen Leserinnen und Leser,
heute kommt der zweite Beitrag aus der „Lumi backt“-Reihe. Wir haben für den Geburtstag unseres Menschen einen Kuchen gebacken, bzw. einen Kuchen gekühlt? Sein zweitliebster Kuchen ist nämlich die Philadelphia-Torte und diesen Wunsch wollten wir ihm erfüllen. Sein liebster Kuchen ist die Donauwelle, aber da traut sich Lumi noch nicht so ran. Da allein Backen in der Küche langweilig ist, habe ich zuerst versucht, Fleurbel davon zu überzeugen, einen fleurbeltastischen Kuchen zu machen. Leider konnten weder Bella noch ich Fleur davon überzeugen, mit in die Küche zu kommen.

Und nachdem Bella dann eigentlich auch nicht mehr wollte, habe ich sie mir kurzerhand unter den Flügel geklemmt und wir sind los. Die Frau hatte nämlich gerade einen Moment Zeit, und für manche Tätigkeiten benötigen wir menschliche Hände zur Hilfe.

Zuerst mussten wir aber zum Schutze des Plüschs unsere Schürze anziehen, die kennt ihr ja schon von meiner Spinnenbein-Weihnachtsbäckerei mit der Minnie. Die Mama T hat währenddessen noch die Springform gespült, da seit der letzten Benutzung schon wieder einige Staubflusen drin gelandet waren.

Nun konnten wir aber wirklich starten. Das Rezept hatte uns der Papa von der Tante Moni im letzten Jahr geschickt und da er uns nicht so viele Bilder schickt, war das Foto schnell gefunden. Wir schätzen, das ist noch aus dem letzten Jahrhundert, schmeckt aber bestimmt trotzdem noch.

Als erstes musste die Butter geteilt werden, da nur ein halber Klotz geschmolzen werden muss. Da ich bei meiner Erstsozialisierung in der Drachenfamilie von Luna gelernt habe, mit einem Löffel Vanilleeis zu essen, kann ich heute sogar ein Messer benutzen.

Zum Glück habe ich auch gutes Augenmaß, und so hat Bellas Wiegeprobe ergeben, dass meine „Hälfte“ 124 Gramm wiegt. Wunderbar!

Da die Frau verboten hat, dass Bella die Butter mit Feuer schmilzt, weil die Butter ja nur weich sein soll und nicht brennen soll, haben wir die Butter in der Mikrowelle geschmolzen. Bella ist sich sicher, dass Feuer doch die bessere Methode gewesen wäre, und ich bin da auch ganz bei ihr.

Nachdem die Butter erstmal versorgt war, ging es an die Zubereitung der weiteren Zutaten – als zweites stand Löffelbiskuit auf der Liste. Dieses sollte zerkleinert werden, aber natürlich mussten wir erst wiegen. Hier hat Bella mir wieder wunderbar geholfen und auch nur einmal genascht.

Das Zertrümmern der Kekse hat uns allerdings vor ein größeres Problem gestellt, Plüsch ist leider (eigentlich natürlich glücklicherweise) nicht besonders hart, und so haben wir es erstmal erfolglos mit drauf rumtrampeln probiert.

Leider hatte ich nur wenig mehr Erfolg als Bella.

Aber Not macht ja erfinderisch, und so habe ich meine Teigrolle rausgeholt. Mit meinem Schlachtruf „Lumi hat eine Teigrolle und wird nicht zögern, sie einzusetzen“ habe ich dem Keks ein letztes Mal gedroht, bevor er sein krümmeliges Ende fand. Bellas Enthusiasmus schwand nun bereits ein bisschen, schließlich war das nun alles ziemlich beige und wenig fleurbelfarben.

Also habe ich ihr einen Löffel in die Hand gedrückt, um die Krümel mit der flüssigen Butter zu verrühren. Hat sie super gemacht, wie ich finde. Ihr großer Vorteil war, dass sie durch ihre (im Verhältnis zu mir) kleine Größe besser auch in kleinen Schüsseln rühren kann. Ein paar besonders große Stücke konnte sie mit dem Löffel auch noch zerkleinern, scheinbar sind mir da ein paar durchgerutscht.

Nach dem Rühren haben wir dann die Mama T gebeten, alles in die Form zu kippen und festzudrücken. Fettige Kekskrümel möchte niemand am Plüsch haben! Nachher müsste ich in die Waschmaschine, Wasser ist einfach ekelhaft! Die Frau hatte ihre Sache aber gut gemacht, und nachdem sie sich die Hände gewaschen hat, ging es weiter.

Für die Creme benötigt man, anders als der Name Philadelphia-Torte vielleicht vermuten lässt, auch Joghurt. Hierzu habe ich 300 Gramm zum Abwiegen in die Schüssel gelöffelt.

Und nun noch den Frischkäse dazu, und einen Esslöffel Zitronensaft, bevor es ans Rühren geht. Für den Zitronensaft haben wir wieder die Frau um Hilfe gebeten, da hier Druck benötigt wird, um den Saft aus der Zitrone zu bekommen.

Nun konnten wir der Creme beim gerührt werden zugucken, bevor es nun mit der dritten großen Komponente weiterging, der Farbe. Hierfür musste Zucker abgewogen werden, insgesamt 80 Gramm. Da in der Tüte nur noch 76 Gramm drin waren, hätten wir uns das wahrscheinlich auch sparen können, aber das wusste ich ja vorher noch nicht.

Neben Wasser (bäh!) kommt noch Götterspeise-Pulver in den Topf. Bella hatte schon das Päckchen aufgerissen, nachdem ich ihr gesagt habe, dass nun endlich rosa Farbe kommt.

Nachdem die Mama T noch Wasser (bäh!) in den Topf gegeben hat, konnte Bella alles umrühren. Das restliche Rühren hat dann aber die Frau übernommen, da sich Plüsch und Hitze gar nicht gut vertragen. Nun war Bella enttäuscht, dass es scheinbar viel zu dunkel war und gar nicht bella-farben!

Da wir auch wieder Hilfe brauchten, die warme Masse in die Creme zu gießen, gibt es von diesem Schritt kein Foto für euch. Als Bella lächelnd der Creme beim gerührt werden zuschaut, und diese Creme tatsächlich ihre Farbe hatte, war wieder alles gut.

Nun musste ich die Creme nur noch in die Springform gießen und glattstreichen. Jetzt sollte der Kuchen mindestens drei Stunden in den Kühlschrank, damit die Gelatine gut erstarren kann.

Am nächsten Morgen haben wir die Torte noch mit weißer Schokolade verziert, die mag der Mensch am liebsten.

Hierfür hat Bella jedes Schokostück einzeln auf die Torte geflogen, und im Nu war die nun mittlerweile recht große Zahl geschrieben.

An dieser Stelle: Alles Gute zum Geburtstag, Papa A! Auf die nächsten 38 Jahre!
Habt ihr auch Spaß am Backen? Oder essen? Oder an Torte?
Danke für eure Aufmerksamkeit und liebe Grüße von
Lumi und Bella


